Aufbau und Funktion von Wasserkocher

Klarstein WasserkocherBei einem Wasserkocher handelt es sich um ein elektrisches Küchengerät. Verglichen mit einem Herd können Sie mit dem Wasserkocher sehr viel schneller Wasser für Ihren Bedarf kochen. In Deutschland ist ein Wasserkocher dabei nicht mehr aus den Haushalten wegzudenken. Wer sich ein Heißgetränk zubereiten will, zum Kochen oder für weitere Anlässe Wasser kochen will, füllt rasch Wasser in den Wasserkocher ein, schaltet diesen dann mit einem Hebelschalter an und wartet nur kurz, bis das Wasser kocht und zur Nutzung bereit ist. Allerdings stellt sich einem schnell die Frage, wie solch ein Gerär eigentlich aufgebaut ist und was dessen Funktion ist. Der Wasserkocher Ratgeber gibt Ihnen hierzu einschlägige Informationen.

Informationen zu den Heizelementen eines Wasserkochers

Aufbau und Funktion von WasserkocherBei einem Wasserkocher mit einer beheizbaren Bodenplatte kann sich im Vergleich zu den offen liegenden Heizstäben, an den Heizstäben, kein Kalk absetzen. Ebenso sind beheizbare Bodenplatten einfacher zu reinigen. Das Wasser wird von beiden Modellen gleichermaßen gut erhitzt.

Wasserkocher mit einer beheizbaren Bodenplatte sind etwas lauter als die Modelle mit Heizstäben. Diese Laute entstehen beim Erhitzen durch das andauernde Geräusch von den aufsteigenden Wasserbläschen. Es gibt allerdings auch Geräte, die geräuschärmer sind, weil das Wasser etwas langsamer erhitzt wird, was die Siedebläschen reduziert. Geräte mit offenen Heizspiralen sind demnach also leiser während des Erhitzens.

Allerding haben die Geräte mit Heizspiralen den Nachteil, dass die Heizelemente häufig verkalken und schlechte Reinigungsmöglichkeiten gegeben sind. Sie müssen diese also regelmäßig entkalken, vor allem dann, wenn das Wasser stark kalkhaltig ist. Bei Wasserkochern mit beheizbarem Boden hingegen reicht es aus, wenn Sie diese ausspülen und anschließend mit einem feuchten Lappen auswischen. Ein Wasserkocher mit offenen Heizelementen muss zudem bis zu einer gewissen Höhe mit Wasser befüllt werden, weil die Heizstäbe unter Wasser sein müssen, um diese zu erhitzen. Bei diesen Geräten wird stets eine Mindestfüllhöhe von den Herstellern angegeben, was bei den Behältern mit beheizbarem Boden entfällt.

Sie können den Deckel von dem Wasserkocher entweder komplett abnehmen oder zumindest hochklappen. Das vereinfacht Ihnen das Einfüllen von Wasser und ermöglicht es Ihnen zudem, den Behälter auszuspülen. Das wird nötig, wenn im Behälter des Wasserkochers Kalkablagerungen entstanden sind. Durch das Erhitzen wird Kalk vom Boden abgesprengt und setzt sich dann auf dem Boden von dem Behälter als lose Kalkplättchen ab. Einige Modelle besitzen zudem am Ausguss einen Permanentfilter. Damit soll verhindert werden, dass mit dem heißen Wasser gelöster Kalk mit ausgegossen wird. Allerdings setzt sich der Kalk dafür umso eher im Behälter fest.

Aufbau eines Wasserkochers

Drei Elemente sind bei einem Wasserkocher besonders wichtig, damit dieser überhaupt funktionieren kann.

Element Hinweise
Sockel oder Standfuß Zum Vorgang des Kochens oder Erwärmens versorgt der Sockel den Wasserkocher mit Strom. Das Stromkabel ist fest an dem Standfuß verbunden. Es gibt dabei Geräte, die unterschiedliche Netzspannungen aufweißen, wie beispielsweise ein Reisewasserkocher. Wasserkocher für den normalen Hausgebrauch verfügen über eine Netzspannung von etwa 230 Volt, Modelle für die Reise hingegen eine Spannung von etwa 12 Volt. Somit können Sie den Reisewasserkocher also über den Zigarettenanzünder des Wohnmobils oder des Pkws nutzen.
Behälter Ein Behälter zum Erhitzen kann aus verschiedenen Materialien bestehen und unterschiedlich geformt sein. Es wird für den Wasserbehälter dabei hauptsächlich Kunststoff, Edelstahl, aber auch Glas genutzt. Die meisten Modelle fassen bis zu zwei Liter Wasser. Der kleinere Reisewasserkocher hingegen fasst oftmals lediglich bis zu einem Liter. Über die Größe von dem Behälter entscheidet somit das Füllvolumen. Es wird Wasser in den Behälter eingefüllt, auf den Sockel gestellt und anschließend eingeschaltet. Dann fängt das Gerät an, das Wasser zu kochen.
Heizelement Die Heizelemente von den Behältern sind unterschiedlicher Art. Ältere Geräte besitzen im unteren Bereich von dem Behälter eine Heizwendel. Diese erhitzt das Wasser direkt, wie ein Tauchsieder. Andere, modernere Geräte, sind ohne direkte Heizstäbe und verfügen statt dessen über eine beheizbare Bodenplatte.

Automatisches Abschalten des Wasserkochers

Wenn der Behälter des Wasserkochers mit Wasser befüllt und dann auf den Standfuß gestellt wird, können Sie das Gerät einschalten. Der Heizboden oder die Heizspirale erwärmt dann so lange das Wasser, bis Sie die gewünschte Temperatur erreichen. Der Wasserkocher schaltet sich daraufhin automatisch ab. Am Behälter befindet sich ein wichtiges Element, ein sogenannter Temperaturfühler. Damit weiß der Wasserkocher, wann die gewünschte Temperatur erreicht ist. Der integrierte Temperaturfühler orientiert sich dabei am aufsteigenden Wasserdampf. Zudem schont der Temperaturfühler das Material von dem Behälter und verhindert das Verdampfen von zu viel Wasser.

Dank der Abschaltautomatik wird so wenig Energie wie möglich verbraucht. Es gibt des Weiteren Modelle, die bei den Temperaturfühlern über besondere Features verfügen. Manche Modelle zeigen zusätzlich die Wassertemperatur an und bei einigen Modellen ist ein individuelles Einstellen der Temperatur möglich. Zur Temperaturvorwahl gibt es Wasserkocher mit einer Timerfunktion und andere Geräte halten das erwärmte Wasser konstant bei einer bestimmten Temperatur.

Vor- und Nachteile eines Wasserkochers

  • mit und ohne Timer erhältlich
  • integrierter Temperaturfühler
  • geringerer Stromverbrauch als ein Herd
  • muss regelmäßig entkalkt werden

Energiequelle für Wasserkocher

Damit das Wasser mit dem Wasserkocher erhitzt wird, wird elektrische Energie genutzt. Das Prinzip ist ähnlich dem eines Tauchsieders. Im Normalfall ist der Heizdraht von einem Metall umgeben und diese leitet die Wärme. Eine Keramikisolierung kommt dabei hinzu, wodurch nicht der elektrische Strom, sondern die Wärme übertragen werden. Ältere oder beschädigte Heizelemente besitzen häufig eine fehlerhafte Isolierschicht. Beim Umgang kann das schwerwiegende Sicherheitsmängel herbeiführen.

Tipp! Ein Wasserkocher verfügt über eine Heizleistung von etwa 600 bis 3.000 Watt. Je höher die Leistung, desto kürzer dauert die Kochzeit. Die Wasserkocher benötigen im Allgemeinen etwa eine Minute, damit ein Liter Wasser aufgekocht wird, was somit deutlich energiesparender und schneller geschieht, als bei jedem Elektroherd. Sie sparen daher bei einer regelmäßigen Verwendung von einem Wasserkocher im Laufe der Monate sehr viel Zeit, Energie und bares Geld. Daher darf ein Wasserkocher in Ihrem Haushalt nicht fehlen.

2 Kommentare und Erfahrungen

  1. Martin am 31. Oktober 2016

    Soll/muss der Wasserkocher mit kaltem Wasser betrieben werden oder kann auch bereits vorgewärmte Wasser verwendet werden?

    Gruß Martin

    Antworten
    • Wasserkocher.net am 1. November 2016

      Hallo,

      das Wasser kann auch warm sein.

      Ihr Team von Wasserkocher.net

      Antworten

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